Museen in Hagen – 5 beeindruckende Orte

Die beeindruckendsten Museen in Hagen finden Sie hier. Am Südufer der Ruhr gelegen, ist Hagen eine Stadt, in der sich Kultur, Industriegeschichte und weite, offene Parks vermischen. Hier mündet die Lenne in die Ruhr. Tatsächlich ist Hagen die grünste Stadt Nordrhein-Westfalens, was viel mit der hügeligen Landschaft vor Ort und den beiden Stauseen an der Ruhr zu tun hat. Weitere schöne Städte in NRW finden Sie hier.

Eine Person, die Hagen prägte, war der Industrielle und Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus. Er ließ sich von der Jugendstil-Koryphäe Henry van de Velde ein Museum und eine Villa bauen, die auch 100 Jahre später noch beliebte kulturelle Attraktionen sind. Der Maler des 20. Jahrhunderts, Emil Schumacher, wurde in Hagen geboren. 2009 wurde ein Museum für sein Werk in einem auffälligen Glasbau eröffnet. In Deutschland ist die Stadt berühmt für die FernUniversität, Deutschlands einzige staatliche Fernuniversität und die schönsten Museen in Hagen.

Museen in Hagen. Museum.

Hagen Open-Air Museum

Im engen Mäckingerbachtal an den Ausläufern des Sauerlandes wurde ein Ensemble von 60 traditionellen Werkstätten und Fabriken rekonstruiert, um vergangene Handwerksberufe zu erhalten.

In den alten Fachwerkhäusern kann man Brauern, Schmieden, Bäckern, Gerbern, Seilern und Druckern bei ihrer Arbeit zusehen und dabei meist vergessene Fertigkeiten erlernen.

In der Dreiseitenhammerwerkstatt können Sie lernen (und hören!), wie im 18. Jahrhundert landwirtschaftliche Werkzeuge hergestellt wurden.

Im oberen Teil des Museums gruppieren sich die Häuser um einen Dorfplatz mit Geschäften, in denen Sie die im Museum hergestellten Handarbeiten kaufen können, und einem Restaurant, das traditionelle Speisen zubereitet.

Das Museum ist nur im Sommer geöffnet, aber am ersten Dezemberwochenende gibt es hier einen herrlichen Weihnachtsmarkt.

Osthaus Museum – eins der beeindruckendsten Museen in Hagen

Diese Attraktion befindet sich in einem Gebäude, das von Henry van de Velde, einem der Stars des Jugendstils, entworfen wurde.

Es war als Museum für die Sammlung des in Hagen geborenen Mäzens Karl Ernst Osthaus gedacht.

Doch als Osthaus in den 1920er Jahren verstarb, überbot die Stadt Essen seine Sammlung und das Museum stand bis nach dem Krieg leer.

Seitdem hat das Osthaus-Museum einen eigenen Bestand an Kunst der Jahrhundertwende und der letzten Jahrzehnte aufgebaut.

Jahrhunderts und der letzten Jahrzehnte zusammen. Es finden sich Werke von Kirchner, Otto Dix, Karl Albiker und Erich Heckel, aber auch jüngere deutsche Künstler wie Ansgar Nierhoff und Franziskus Wendels.

Emil Schumacher Museum

Gleich hinter dem Osthaus-Museum, im Hagener Kunstquartier, befindet sich das Museum für den in Hagen geborenen abstrakten Expressionisten Emil Schumacher aus dem 20.

Jahrhunderts. 2009 wurde die Attraktion in einem modernen Glasbau eröffnet, rechtzeitig zum Kulturhauptstadtjahr 2010 des Ruhrgebiets. Emils Sohn Ulrich gründete 2001 eine Stiftung, aus der ein Großteil der Gemälde, Gouachen, Keramiken und Porzellanbilder stammt.

Insgesamt sind es mehr als 500 Werke aus allen Schaffensphasen Schumachers.

Das Museum kuratiert viele Wechselausstellungen, sowohl zu Emil Schumacher als auch zu anderen Künstlern des 20. Jahrhunderts, sowie Kinovorführungen und regelmäßige Konzerte für Jazz und klassische Musik.

Schloss Hohenlimburg

Der Eingang zum Lennetal wird von einer Höhenburg aus dem Jahr 1240 verteidigt. Schloss Hohenlimburg war bis Anfang des 19. Jahrhunderts das politische Zentrum der ehemaligen Grafschaft Limburg und war bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges um 1600 in ständige Kämpfe verwickelt.

Sowohl der innere als auch der äußere Burghof (Vorburg und Hauptburg) sind intakt, ebenso wie der Bergfried, die Torhäuser, die Mauern und die Wohnhäuser und Werkstätten aus der Zeit von 1500 bis 1700.

Ein grausiges Exponat ist die mumifizierte Hand eines Mannes.

Sie wurde auf das Jahr 1546 datiert und gehörte wahrscheinlich zu einem Mordopfer.

Die Hand wurde höchstwahrscheinlich innerhalb des Schlosses benutzt, um einen Waffenstillstand zwischen zwei verfeindeten Parteien zu signalisieren.

Bunkermuseum Hagen

Als Eisenbahnstadt und bedeutender Rüstungsbetrieb war Hagen Ziel von Bombenangriffen und wurde im Krieg zu fast drei Vierteln zerstört. Dieses Museum in Hagen gehört damit zu den beeindruckendsten.

Bei Kriegsende war dieser Hochbunker eines der wenigen Gebäude, die noch standen.

Er diente als Schutzraum für bis zu 3.000 Menschen bei Luftangriffen, wurde aber auch als Lager für ausgebombte Geschäfte genutzt und wurde zur Unterkunft für Menschen ohne Wohnung.

Das Museum hat das Untergeschoss des Bunkers so restauriert, wie es in den 1940er Jahren aussah.

Das Belüftungssystem war damals auf dem neuesten Stand der Technik, und der Bunker verfügte auch über eine Krankenstation und einen eigenen Brunnen, so dass die Menschen hier unten wochenlang autark sein konnten.

Zu den ausgestellten Kuriositäten des Zweiten Weltkriegs gehören die Spitze einer V2-Rakete und eine intakte V1.

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