Wer war Peter Joseph Lenné?

Geboren 1789 als Sohn des leitenden Hofgärtners am Kurfürstlichen Schloss zu Bonn, war der Beruf des Gärtners Lenné fast schon in die Wiege gelegt.

 

Nach einer Gartenlehre in Brühl, Studium und Tätigkeiten u. a. in Koblenz, Paris, Wien und schließlich Potsdam wurde Lenné einer der bedeutendsten preußischen Gartenkünstler und Landschaftsarchitekten des 19. Jahrhunderts in Deutschland.


Der Architekt Karl Friedrich Schinkel war sein enger Weggefährte, der Gartenfürst Pückler sein Gegenspieler. Städteplanung wurde Lennés späte Leidenschaft, und zwar mit dem Bekenntnis zum urbanen Grün und dessen Bedeutung in einer demokratischen Gesellschaft. Lenné der erste Grüne? Er war ein genialer Zeichner, ein Poet am grünen Reißbrett.

 

Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen.


Sicher eines seiner wichtigsten Werke finden wir im Park Sanssouci in Potsdam. Doch auch die Flora in Köln, der  Schlossgarten in Brühl, der Kurpark in Bad Neuenahr – um nur einige Beispiele zu nennen – tragen seine Handschrift.

 

Lenné war vor allem in ganz Preußen, in Rheinpreußen in Aachen, Bad Neuenahr, Benrath, Bonn, Brühl, Koblenz, Köln, Sinzig und Stolzenfels tätig.

Peter Joseph Lenné (Porträt K. J. Begas 1830)

Peter Joseph Lenné (C. J. Begas, 1850)

 

 

Lebenslauf des Peter Joseph LENNÉ (1789 - 1866)

29.09.89

Geboren in Bonn als „Bönnsche Jong“, Rheinländer und Untertan des Kölner Kurfürsten. Vater: Peter Joseph LENNÉ d. Ä., Hofgärtner Mutter: Anna Catharina Francisca geb. POTGIETER

ab 1794

Französischer Staatsbürger in Bonn

1805 - 1808

Gärtnerlehrling im Schlosspark Brühl

1809

Studienreise nach Süddeutschland

1811/12

Studienaufenthalt in Paris: Studium der Botanik und Architektur sowie Praktikum im Jardin des Plantes

1812/13

Rückkehr nach Koblenz, Mitarbeiter des Vaters. 3. Studienreise in die Schweiz, nach Süddeutschland und München. Im Herbst nach Wien, Arbeit in Schönbrunn

1814

Kaiserlicher Garteningenieur in Laxenburg bei Wien

1815

Assistent des Vaters in Koblenz als Garten- und Landschaftsgestalter. Preußischer Staatsbürger

1816

Gartengehilfe in Potsdam. Arbeiten in Glienicke

1818

Mitglied der Gartendirektion. Arbeiten in Sanssouci, Planungen Tiergarten

03.01.1822

Heirat mit Louise Friederike Voß, Tochter des Hofgärtners Voß

1822

Gründung der Landesbaumschule in Potsdam. Dienstreise nach England

1823

Gründung der „Gärtnerlehranstalt“ in Schöneberg und Potsdam

1825

Arbeiten am Park Charlottenhof, Volksgarten Magdeburg

1826

Arbeiten an Russischer Kolonie Alexandrowka in Potsdam

1828

alleiniger Gartendirektor

1830

Arbeiten am Berliner Lustgarten und auf der Pfaueninsel

1833

Entwurf für Babelsberg

1837

Reise nach Brüssel und Paris

1840

verstärkte stadtplanerische Tätigkeit

1842

Zoologischer Garten in Berlin

1844

erste Reise nach Italien

1853

Ehrenmitglied der Berliner Akademie der Künste

1845

Gartengeneraldirektor in Preußen. Landwehrkanal, Marlygarten

1847

2. Reise nach Italien

1850

Entwurf Roseninsel Wörth

1853

Ehrenmitglied der Berliner Akademie der Künste

1855

Lennés Frau Louise Friederike stirbt

1857

Entwurf Kuranlagen Bad Neuenahr

1858

Ehrenbürger der Stadt Potsdam

1860

Sizilianischer und Nordischer Garten in Potsdam. Lennés Schüler Gustav Meyer veröffentlicht „Lehrbuch der Schönen Gartenkunst“ in Berlin

1861

Doctor honoris causa der Universität Breslau

1862

Garten der Gesellschaft FLORA in Köln

23.01.1866

gestorben in Potsdam. Begraben Bornstedter Friedhof

  

 

 

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